Du bist um 15 Uhr nicht faul. Du atmest das CO2 ein, das alle im Raum ausgeatmet haben. Ohne Abzug. Jetzt kannst du es beweisen.
Du siehst es nicht. Du riechst es nicht. Aber dein Gehirn spürt es. Nebelig. Langsam. Ein Auge auf der Uhr. Das bist nicht du, der müde ist. Das ist die Luft, die dumm wird.
Es heißt CO2, gemessen in ppm (parts per million). Frische Außenluft liegt bei etwa 400. Ein Raum mit ordentlicher Lüftung bleibt unter 1.000. Ich habe 2.000 ppm in einem Meetingraum für "acht Personen" gemessen. Zehn Minuten drin. Drei Leute. Tür zu. Das ist kein Meetingraum. Das ist Dumb Air.
Harvard hat Menschen in Räume mit verschiedenen CO2-Werten gesetzt und kognitive Tests durchgeführt. Als das CO2 stieg, fielen die Ergebnisse. Entscheidungsfähigkeit, Informationsverarbeitung, strategisches Denken. Bei Werten, die in normalen, vollen Meetingräumen üblich sind, fielen manche Ergebnisse um fast die Hälfte.
Wir füllen Büros mit klugen, teuren Leuten und sperren sie dann in Räume, die ihnen leise IQ-Punkte abziehen. Das Ergebnis nennen wir ein Produktivitätsproblem. Ist es nicht. Es ist Dumb Air.
Deine Wachheit, dein Fokus, deine Entscheidungen. Genau das, wofür du bezahlt wirst. All das sinkt, wenn das CO2 steigt. Das Nachmittagstief ist nicht dein Mittagessen. Es ist die Luft.
Cognitive performance vs CO2. Data points from Allen et al., 2016 (Harvard COGfx).
Frische Luft macht dich wacher. Wir zeigen dir, wie du deine Luft misst, was die Zahl bedeutet und was du tun kannst, wenn sie schlecht ist. Kein Spam.